Vergleich · Stand September 2026

Krypto-Plattformen im Vergleich: Schweiz

Bei Krypto zählen andere Dinge als bei Aktien: wer dich beaufsichtigt, wer deine Coins verwahrt und wie hoch die versteckten Kosten sind. Dazu kommt, was du für die Steuererklärung brauchst.

Die Anbieter im Überblick

Alphabetisch sortiert, die Reihenfolge ist keine Wertung. Angaben nach Anbieterseiten und öffentlich zugänglichen Vergleichen, Stand September 2026, ohne Gewähr. Vor der Veröffentlichung jede Zahl nochmals beim Anbieter prüfen.

AnbieterAufsicht und SitzKostenAngebotSteuer
Bitpandaeuropäische MiCA-Lizenz (Österreich), nicht Schweizer-reguliertSpread, für Bitcoin ca. 0,99 %, je nach Coin bis 2,49 %grosse Coin-Auswahl, SparplanTransaktionsverlauf beim Anbieter prüfen
BitvavoNiederlande, europäische MiCA-Lizenz, nicht Schweizer-reguliertca. 0,15 % bis 0,25 % je nach Ordertypüber 400 Coins, Staking, Handel in Euro oder USDCTransaktionsverlauf beim Anbieter prüfen
Krakeneuropäische MiCA-Lizenz (Irland), nicht Schweizer-reguliertSofortkauf ca. 1 % plus Spread, Kraken Pro ab ca. 0,40 % Maker und 0,80 % Takersehr grosse Auswahl, Einzahlung in Franken möglichTransaktionsverlauf beim Anbieter prüfen
RelaiSchweizca. 1 % Servicegebühr, ab CHF 50nur Bitcoin, eigene WalletTransaktionsverlauf beim Anbieter prüfen
SwissquoteSchweizer Bank, FINMAca. 1 % bei kleinem Monatsvolumen, dazu Währungsumrechnung von ca. 0,95 %rund 50 Kryptowährungenein Steuerauszug für Krypto und Aktien

Beim Vergleich der Kosten lohnt sich der Blick auf das Ganze: Bei Swissquote fällt zum Beispiel neben der Handelsgebühr eine Währungsumrechnung an, weil Krypto über Euro oder Dollar gehandelt wird, und für Auszahlungen gibt es eine feste Gebühr. Bei Bitpanda steckt der Preis im Spread.

Kurzprofile

Die Einschätzungen stammen aus öffentlichen Vergleichen und beschreiben, für wen ein Anbieter häufig genannt wird. Sie sind keine Empfehlung.

Bitpanda

Wird oft von Einsteigern genannt, die eine grosse Auswahl an Kryptowährungen und einen Sparplan in einer App wollen. Der Anbieter verwahrt die Coins für dich.

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Bitvavo

Eine niederländische Börse mit grosser Coin-Auswahl, Staking und tiefen Handelsgebühren. Sie besitzt eine europäische MiCA-Lizenz, ist aber in der Schweiz nicht reguliert. Gehandelt wird in Euro oder USDC, Ein- und Auszahlungen in Franken sind oft umständlich. Prüfe vorab, wie du Geld von deiner Schweizer Bank einzahlst.

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Kraken

Wird häufig von Nutzern genannt, die aktiver handeln und eine grössere Plattform wollen. Der Anbieter ist in Irland reguliert.

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Relai

Passt für alle, die nur Bitcoin kaufen und ihre Coins selbst verwahren wollen. Ein regelmässiger Sparplan ist möglich, der Mindestbetrag ist klein.

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Swissquote

Eine Schweizer Bank mit Krypto und Aktien unter einem Login und einem gemeinsamen Steuerauszug. Bequem, aber für normale Kunden nicht besonders günstig.

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Worauf es bei Krypto ankommt

Aufsicht und Sitz

Ein Anbieter mit Sitz in der Schweiz unterliegt Schweizer Regeln. Bei Anbietern im Ausland gelten andere. Bei manchen ist sogar unklar, unter wessen Aufsicht sie stehen. Das zählt bei Krypto mehr als bei Aktien, weil dein Guthaben direkt beim Anbieter liegt.

Wer verwahrt die Coins

Bei den meisten Börsen liegen deine Coins beim Anbieter. Ein Hackerangriff oder eine Pleite betrifft dann dein Guthaben. Wer die volle Kontrolle will, überträgt die Coins auf eine eigene Wallet, am sichersten auf eine Hardware-Wallet. Prüf vor dem Kauf, ob der Anbieter Auszahlungen auf eine eigene Wallet erlaubt und was das kostet.

Kosten: Gebühr und Spread

Manche Anbieter nehmen eine sichtbare Gebühr, andere verdienen über den Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Vergleiche den Gesamtpreis für einen Kauf, nicht nur den beworbenen Satz. Manche Angebote gelten erst ab sehr hohen Handelsvolumen.

Hebelprodukte und Copy Trading

Manche Plattformen bieten Futures mit Hebel und Copy Trading an. Mit Hebel können Verluste sehr schnell sehr gross werden. Beim Kopieren fremder Trades übernimmst du auch deren Risiko. Für einen langfristigen Kauf von Bitcoin oder Ether brauchst du beides nicht.

Was du für die Steuer brauchst

Für die Steuererklärung brauchst du den Bestand am 31. Dezember, den Wert in Franken und eine Liste deiner Erträge, zum Beispiel aus Staking. Frag, ob der Anbieter eine Transaktionshistorie oder einen Jahresbericht liefert, siehe Krypto in der Steuererklärung.

So wählst du

  1. Klären, was du willst

    Nur Bitcoin oder mehrere Coins? Ein einmaliger Kauf oder ein Sparplan? Das entscheidet, ob ein Spezialist oder eine grosse Plattform besser passt.

  2. Aufsicht und Verwahrung prüfen

    Wo hat der Anbieter seinen Sitz, wer beaufsichtigt ihn, und kannst du Coins auf eine eigene Wallet übertragen?

  3. Gesamtkosten vergleichen

    Rechne Gebühr, Spread, Währungsumrechnung und Auszahlungsgebühr für einen typischen Kauf zusammen.

  4. Steuerunterlagen prüfen

    Kann der Anbieter Transaktionen und Jahresbestand exportieren? Damit sparst du dir im Frühling viel Arbeit.

Häufige Fragen

Sind meine Coins bei einer Schweizer Bank geschützt?

Nein, nicht im Sinne der Einlagensicherung. Krypto-Bestände fallen bei keinem Anbieter darunter. Eine Schweizer Bank bietet Aufsicht und klare Regeln, schützt aber nicht vor Kursverlusten.

Was ist sicherer: Börse oder eigene Wallet?

Eine Hardware-Wallet ist schwer angreifbar, wenn du deine Zugangsdaten sicher aufbewahrst. Dafür bist du selbst verantwortlich: Gehen sie verloren, sind die Coins weg. Auf einer Börse trägst du das Risiko des Anbieters.

Muss ich Krypto auf jeder Plattform separat angeben?

Ja. Jeder Bestand gehört in die Steuererklärung, auch bei mehreren Anbietern und auf eigenen Wallets. Wie das geht, steht in der Anleitung.

Wo vergleiche ich Broker für Aktien und ETFs?

Auf der Seite Broker im Vergleich.

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Krypto und Steuern Was steuerfrei ist und was du angeben musst.

Weiterlesen: Krypto in der Steuererklärung und Broker im Vergleich.

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